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Wirtschaftsstandort Ukraine

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise stellt viele und dabei vor allem exportorientierte deutsche Firmen vor große Herausforderungen künftiger Unternehmensentwicklungen.  

Des Weiteren ist die aktuelle Marktsituation in Deutschland und den anderen EU-Mitgliedsländern gekennzeichnet durch einen enormen Kostendruck auf die Produzenten und einen zunehmend starken Wettbewerb. Seit der politischen- und wirtschaftlichen Öffnung der osteuropäischen Staaten bietet sich vielen deutschen Unternehmen die Möglichkeit, durch Produktionsverlagerungen von Deutschland in diese Länder ihre Kosten zu senken und den Ertrag gleichzeitig zu erhöhen. Während jedoch viele deutsche Unternehmen in den neuen osteuropäischen EU-Beitrittsländern aktiv wurden, blieben deutsche Firmenengagements in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion eher selten.

Trotzdem sind die GUS-Länder, welche einen immensen Markt mit großen Rohstoffressourcen, kostengünstigen- und qualifizierten Arbeitskräften darstellen, als ein hochriskantes Geschäftsfeld bisher vernachlässigt worden.

Spätestens jedoch nach dem politischen Wechsel in der Ukraine – dem zweitgrößten europäischen Flächenstaat mit knapp 47 Millionen Einwohnern – rückte dieses Land in den Fokus der Überlegungen westlicher Unternehmen.  

In der Ukraine wurden bereits vor der politischen Wende viele marktwirtschaftliche Änderungen vollzogen und die ersten Maßnahmen der neuen Regierung belegen die eindeutige Ausrichtung auf die politischen- und wirtschaftlichen Strukturen Westeuropas.

Des Weiteren gibt es immer mehr modern denkende und handelnde Führungskräfte auch in der ukrainischen Wirtschaft, weshalb sich das Land als ein potentieller, attraktiver Fertigungsstandort für ausländische Unternehmen anbietet.

Anfang 2008 schaffte die Ukraine alle Voraussetzungen für den gegenseitigen Zugang zum Markt der Waren und Dienstleistungen, und im August 2008 erfolgte ihr langersehnter Beitritt in die Welthandelsorganisation (WTO).

Des Weiteren verhandeln die EU und die Ukraine derzeit über eine "privilegierte Partnerschaft", vornehmlich in den Bereichen Wirtschaftsbeziehungen und Erleichterungen im Reiseverkehr. In Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise konnte der Zeitplan bislang nicht eingehalten werden. Jetzt gehen beide Seiten davon aus, dass das Partnerschaftsabkommen im Jahr 2011 realisiert werden dürfte.

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Informationen über die Wirtschaftslage sowie Wirtschaftsbranchen in RUSSLAND:

www.bolschoi.de

Perspektiven ausländischer Investitionen in der Ukraine

Bislang lag die Summe der Auslandsinvestitionen in der Ukraine im Vergleich zu anderen Reformländern vergleichsweise niedrig. Trotz einer Stabilisierung der Wirtschaftslage und einem dynamischen Wachstum betrug die Summe der ausländischen Direktinvestitionen in der Ukraine bis Mitte 2007 nur rund 24,53 Mrd. US-$. Im Vergleich zum Nachbarland Polen bedeutet dieses weniger als ein Sechstel der Summe an Auslandsinvestitionen. Von der aktuellen internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Ukraine jedoch auch stark betroffen.

Als bedeutendstes Problem bei den Auslandsinvestitionen wurden die  instabile Gesetzgebung und die Korruption in den ukrainischen Administrationen angesehen. Viele ausländische- und ukrainische Analysten sahen jedoch nicht nur die Untätigkeit der bisherigen Regierungen bei der Beschaffung von Auslandsinvestitionen, sondern zum Teil auch eine Behinderung ausländischer Investoren durch bürokratische Geschäftsgebahren.

Nach dem Amtsantritt von Präsident Juschtschenko und seiner neuen Regierung Anfang 2005 erfolgte ein deutliches Anwachsen ausländischer Investitionen. Trotz der anschließenden Turbulenzen in der ukrainischen Politik erhöhten sich die ausländischen Direktinvestitionen von ca 9 Mrd. $ (Stand 1.1.2005) auf rund 21 Mrd. $ (Stand 1.1.2007). Allein für das Jahr 2007 wird mit einer Investitionssumme von 5,6 Mrd. $ gerechnet.

Für eine weitere Verbesserung des Investitionsklimas in 2009 benötigt die Ukraine die Schaffung eines Grund- und Bodenmarktes, eine Vervollkommnung des Wertpapiermarktes sowie die Verabschiedung des Gesetzes „Über die Aktiengesellschaften“.

Es ist davon auszugehen, dass wegen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise - welche die Ukraine mit voller Härte traf - in den Jahren  2009 und 2010 keine weitere Zunahme ausländischer Direktinvestitionen erfolgen wird.

Kurz- und mittelfristige Investitionen werden jetzt vornehmlich in den Bereichen erfolgen, die für die Ukraine als besonders dringend eingestuft werden: Energie (regenerative Energiesysteme sowie Energieeinsparung) , Metallurgie, Infrastruktur, Agrar. Besonders große Hoffnungen werden dabei auf den Agrarsektor gesetzt.  

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Vertriebs- und Produktionsprojektpartner-Suche in der Ukraine:

www.dnipro.de

 

OSTCONSULT Aussenwirtschaftsberatung | ost@ostconsult.de